| Vorbereitung:
Wenn Sie sich mit dem
Gedanken tragen Ihren Hund auf einer Ausstellung zu
zeigen und keine Ahnung haben wie Sie das anstellen,
so sollten Sie dies mit dem Züchter Ihres Hundes,
oder mit der Geschäftsstelle des ÖCBH besprechen.
Natürlich kann Sie auch ein Rassevertreter unseres
Clubs beraten, oder ein befreundeter routinierter
Aussteller. Weiters kann Ihnen vielleicht dieser
kleine Ratgeber, ein wenig weiter helfen:
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| Wo
erfahre ich etwas über Ausstellungen:
Wenn Sie auch dafür
das Internet nützen wollen, gibt es hier einige
nützliche Adressen: www.huetehunde.at
die Homepage des ÖCBH auf der Sie sich jetzt eben
befinden. Hier haben Sie unter "Termine"
den Ausstellungskalender des Jahres, mit den
internationalen, nationalen und clubinternen
Veranstaltungen. Weiters finden Sie in dieser Liste
auch die Ansprechpartner für die jeweilige
Ausstellung und einen Meldeschein den Sie für
clubinterne Ausstellungen verwenden können um online
zu melden. www.oekv.at
Die HP des Österreichischen Kynologenverbandes, auch
hier gibt es unter "Ausstellungen" eine
Liste der österreichischen Ausstellungen, wenn Sie
die gewünschte Ausstellung anklicken haben Sie
Richterliste, Anfahrtsplan, Fremdenverkehrsverein für
die Zimmerreservierung, Statistiken und natürlich
auch die Möglichkeit online zu melden. Zeitschrift
"Unsere Hunde": Die Zeitung des
Österreichischen Kynologenverbandes. Im
"allgemeinen Teil" gibt es Hinweise zu allen
Ausstellungen mit allem was gebraucht wird um einen
Hund anzumelden. In unserer "Clubspalte"
weisen wir laufend auf die aktuellen Veranstaltungen
und alles was damit zusammenhängt, hin. www.fci.be
die Homepage der FCI. Hier finden Sie unter
"Ausstellungen" weltweit alle Termine der
bei der FCI angemeldeten internationalen Ausstellungen
und unter "Mitgliedsländer" haben Sie dann
die Adressen der Landesverbände, wo Sie über
Internet oder auch telefonisch erfahren wo und wie Sie
bei bestimmten Ausstellungen melden.
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| Was
muss ich bei der Meldung beachten:
Bitte lesen Sie alle
Informationen genau durch und füllen Sie auch die
Meldescheine genau und deutlich lesbar, wenn Sie auf
dem Postweg oder per Fax melden, aus. Es ist auch ganz
wichtig, dass Sie alle geforderten Beilagen
mitschicken. Das ist in den meisten Fällen die Kopie
der Ahnentafel, wenn Sie in der Championklasse melden
brauchen Sie die Kopie des Championtitels und für die
Meldung in der Gebrauchshundeklasse brauchen Sie die
Kopie des Gebrauchshundezertifikates. Das gilt aber
bei unseren Rassen nur für den Border Collie.
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| Zahlung:
Außerdem muss die
Kopie des Zahlungsbeleges beigelegt werden. Sollte
Ihnen jemand raten erst auf der Ausstellung zu
bezahlen, so ist das, zumindest was österreichische
Ausstellungen betrifft, ein schlechter Rat. Erstens
kommt das teurer denn bei Bezahlung auf der
Ausstellung, wird zur ohnehin schon erhöhten
Meldegebühr bei Meldung zum 2. Meldeschluss noch
etwas hinzugerechnet. Außerdem sind immer sehr viele
Menschen bei den Kassen angereiht und die Stimmung ist
auf dem Siedepunkt, weil natürlich alle Angst haben,
zu spät zum Richten zu kommen. Das ist der denkbar
schlechteste Start den Sie auf einer Ausstellung haben
können. Bei manchen Ausstellungen ist auch die
Bezahlung mit Kreditkarte möglich, bitte auch in
diesem Fall alle geforderten Angaben genau und
deutlich lesbar ausfüllen.
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| Impfungen:
Kontrollieren Sie den
Impfpass Ihres Hundes auf Gültigkeit der Impfungen.
Ohne eine gültige Tollwutimpfung können Sie das
Ausstellungsgelände nicht betreten. Dies hat nichts
mit der Ausstellungsleitung zu tun, dies ist eine
Forderung der zuständigen Veterinärbehörde, die
auch, zumindest auf den internationalen und nationalen
Ausstellungen, lückenlos kontrolliert. Im eigenen
Interesse sollten aber auch alle anderen Impfungen
Gültigkeit haben, es ist grob fahrlässig mit einem
unzureichend geschützten Hund eine Ausstellung zu
besuchen. Dies gilt natürlich nicht nur für Hunde
die im Ring vorgeführt werden, also bei der
Ausstellung gemeldet sind, sondern für jeden Hund der
auf das Ausstellungsgelände gebracht wird. Also wenn
Sie mehrere Hunde haben und der Rest der Truppe als
"Besucherhunde" mitgenommen wird, oder wenn
Sie auf dieser Ausstellung ein Treffen mit Bekannten
planen die ebenfalls mit Hund kommen wollen, dann gilt
das ebenso.
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| Ringtraining:
Verabsäumen Sie
nicht, den Hund von dem Tag an, wo Sie beschlossen
haben ihn auszustellen, täglich einige Minuten auf
diese Ausstellung vorzubereiten. Mit gezieltem
Ringtraining und Fellpflege. Sollten Sie keine Ahnung
haben was man unter "Ringtraining" versteht,
so wenden Sie sich bitte an den Züchter Ihres Hundes,
oder an den Club, oder Sie nützen die Gelegenheit ein
kostenloses Ringtraining bei Frau Elfriede Heidecker, www.junge-hundefreunde.at
zu machen. Der ÖCBH hat mit diesem Verein, der sich
hauptsächlich mit Ringtraining beschäftigt, ein
Abkommen für seine Mitglieder getroffen. Dies wird
aber nur für Mitglieder aus dem Osten Österreichs
möglich sein. Wenn dies nicht möglich ist, können
Sie sich auch erkundigen ob ein Ausbildungsplatz in
Ihrer Nähe ein Ringtraining anbietet. Das Ausstellen
eines Hundes muss genau so erlernt werden, wie der
Gehorsam und viele andere Dinge die Ihr Hund
beherrschen soll. Wichtig ist, dass Sie den Hund so
gut in der Hand haben, dass er auch unter Ablenkung an
lockerer Leine zu führen ist, dass er sich angreifen,
abtasten und das Gebiss kontrollieren lässt.
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 |
Zahnkontrolle
durch den Richter
Gerade die
Gebisskontrolle sollte jeder Hund von klein
auf lernen, es ist wichtig den Zustand des
Gebisses seines Hundes zu kennen, nicht nur
für die Ausstellung. Der Richter möchte
sowohl die Anzahl der Zähne, wie auch den
Gebissschluss kontrollieren. Dazu halten Sie
den Fang des Hundes geschlossen und ziehen nur
die Lefzen hoch, das Ganze bei der rechten und
linken Zahnleiste und natürlich auch - um den
Schluss besichtigen zu können - vorne. |
 |
Wenn es Ihr
Hund nicht so gerne hat wenn fremde Personen
diese Prozedur an ihm durchführen können
auch Sie das machen. Wichtig ist, dass der
Richter alles sehen kann was er möchte.
Natürlich ist bei der Ausstellung das
Aussehen des Hundes, seine Anatomie, der
Bewegungsablauf von vorrangiger Bedeutung.
Aber wie soll der Richter die Anatomie des
Hundes beurteilen wenn dieser keine Sekunde
still steht und wie soll der Richter ein
Gangwerk beurteilen, wenn der Hund nur an der
Leine zieht und an seinem Besitzer
ununterbrochen hochspringt. |
 |
Gangwerkskontrolle
Nur ein Hund
der sich perfekt präsentiert, kann seine
Vorteile auch zeigen. |
| Präsentation:
Bereits beim
Welpen beginnen wir ihn täglich ein paar
Minuten auf die Ausstellung vorzubereiten. Das
richtige "Stehen" muss geübt
werden.
rechts
oben ein Border Collie Welpe, darunter
ein Sheltie
Es
gibt verschiedene Mögl
ichkeiten den Hund zu präsentieren: |
 |
- Sie
stellen den Hund quer zum R
ich
ter, Sie stellen oder knien s
ich
hinter den Hund, so wie das bei
dem Border Collie unten gezeigt
wird. Das hat den Vorteil, dass
Sie einen ungeübten oder weniger
selbstbewussten Hund fixieren
und zurechtstellen können.
- Sie
stellen den Hund quer zum R
ich
ter , stehen schräg dahinter, in
einer Hand die Leine mit der Sie
Kopf- und Halshaltung
kontrollieren können, in der
anderen Hand etwas mit dem Sie
seine Aufmerksamkeit erregen.
- Oder
Sie stellen s
ich
vor den Hund und trainieren ihn
darauf, dass er an Ihnen
hochsieht, so wie es beim Langhaar
Collie gezeigt wird. In diesem
Fall ist es w
ich
tig, dass Sie n
ich
t zu knapp am Hund stehen, um dem
R
ich
ter den Blick auf den Hund
freizugeben.
-
Oder
Sie lassen den Hund völlig frei (natürl
ich
angeleint) im Ring stehen, es
gibt Hunde, die s
ich
so am Besten zeigen.
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 |
|
|
Für
den R
ich
ter ist ein Hund der völlig frei im
Ring steht natürl
ich
am schönsten zu r
ich
ten. Braucht doch ein gewisses
Training, ist aber s
ich
er die attraktivste Art einen Hund zu
präsentieren. |
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Präsentation
Border Collie |
Präsentation
Bobtail |
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| Präsentation
Bearded Collie |
Präsentation
Sheltie |
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| Präsentation
Collie Langhaar |
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| Läufige
Hündinnen:
Die Teilnahme
läufiger Hündinnen ist in Österreich erlaubt. Sie
müssen also nicht zu Hause bleiben wenn Ihre Hündin
gemeldet ist und läufig geworden ist. Allerdings ist
es nicht ratsam, eine Hündin in der
"Stehzeit" an einer Ausstellung teilnehmen
zu lassen. Wenn es aber so ist, dass Sie mit einer
läufigen Hündin im Ring erscheinen wollen, dann
bitte folgendes beachten. Bis zum Zeitpunkt des
Richtens bleiben Sie bitte weit weg vom Ring, Das gilt
auch für die Zeit nach dem Richten. Nicht am Ringrand
stehen bleiben, sondern die Hündin wieder aus dem
Bereich bringen wo sie die umstehenden Rüden
verwirrt. Das ist besonders dann wichtig, wenn in dem
betreffenden Ring mehrere Rassen gerichtet werden,
also nach Ihrer Hündin wieder Rüden im Ring
erscheinen müssen. Der ÖCBH betreut ja 8 Rassen, die
manchmal bei kleinen Ausstellungen alle im selben Ring
gerichtet werden. Im Falle der Läufigkeit sollten Sie
auch den Auftritt im "Ehrenring"
unterlassen, obwohl das im Normalfall nicht gerne
gesehen wird.
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| Fellpflege:
Die Fellpflege
ist bei unseren Rassen so verschieden wie die
Haarvarietäten die es bei den Briten gibt.
Eines ist aber bei allen unseren Rassen
gleich, der Hund muss auf der Ausstellung gut
gebürstet und sauber sein. Besondere Schnitte
und Schuren brauchen wir nicht, im Gegenteil,
viele Aussteller tun einfach zu viel. Gerne
gibt Ihnen auch hier, entweder Ihr Züchter,
oder der Rassevertreter oder die
Geschäftsstelle Auskunft.
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| Was
Sie zur Ausstellung mitnehmen müssen bzw. sollten
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| Annahmebestätigung:
Wenn Sie rechtzeitig
gemeldet haben und bei der Meldung alles in Ordnung
war, wird Ihnen von der Ausstellungsleitung eine
Annahmebestätigung zugeschickt. Diese müssen Sie
unbedingt mitnehmen, das ist zugleich auch die
Eintrittskarte für Ihren Hund und eine Person.
Weitere Begleitpersonen müssen leider Eintritt
bezahlen. Dies gilt aber nur für internationale und
nationale Ausstellungen und für Clubschauen die im
Rahmen einer internationalen oder nationalen
Ausstellung stattfinden. Für clubinterne Schauen
werden keine Annahmebestätigungen ausgeschickt. Wenn
Sie die Annahmebestätigung erhalten kontrollieren Sie
diese, ob der Name des Hundes, das Geschlecht und die
Klasse in der er gemeldet ist stimmen. Eventuell sind
Korrekturen nötig. Vergewissern Sie sich nochmals, ob
Sie auch den Richtigen Tag als Ihren Ausstellungstag
vorgemerkt haben. Auch Einlass und Beginn des Richtens
sind nicht überall gleich. Sollten Sie ca. 2 Wochen
nach erfolgter Meldung noch immer keine
Annahmebestätigung erhalten haben, dann müssen Sie
bei der Ausstellungsleitung nachfragen. Wenn Sie Ihre
Meldung sehr knapp vor dem Meldeschluss oder schon
nach dem offiziellen Meldeschluss abgegeben haben,
dann muss die Nachfrage natürlich früher erfolgen,
Sie müssen davon ausgehen, dass der Katalog ca. 3,
spätestens aber 2 Wochen vor einer Ausstellung in
Druck geht. Wenn es einmal so weit ist, ist jede
Reklamation zwecklos.
Impfpass nicht
vergessen!
Wasserschüssel,
eventuell auch eine Flasche mit heimischem Wasser,
eine Decke oder andere Unterlage für den Hund. Manche
Hunde fühlen sich in einem Käfig sehr wohl, weil es
dann nicht passieren kann dass ihnen Besucher zu nahe
kommen. Jeder Hund freut sich über zusätzliche
Streicheleinheiten, aber irgendwann ist das auch
genug, und er möchte sich zurückziehen und auch
einmal entspannt eine Runde schlafen. Allerdings ist
so ein Käfig natürlich schon recht sperrig, sowohl
beim Transport, als auch dann auf der Ausstellung, wo
der Platz bei den meisten Veranstaltungen schon sehr
begrenzt ist. Wenn Sie sich zum Kauf eines solchen
"Rückzugszentrum" für Ihren Hund
entschließen beachten Sie bitte, dass auf den
Ausstellungen ständig Personen unterwegs sind, die
sich mit dem Tierschutz befassen und ständig
beobachten, ob den ausgestellten Tieren auch kein Leid
geschieht. Käfige, die zu klein sind, also wo der
Hund nie aufrecht drinnen stehen kann, oder Käfige in
die mehrere Hunde hineingestopft werden, die sich dann
aber kaum mehr wirklich rühren können, werden sofort
beanstandet. Sie müssen in so einem Fall mit
Unannehmlichkeiten rechnen, also bitte auf die Größe
achten. Wenn Käfig - dann muss er passen.
Pflegeutensilien,
nicht vergessen, denken Sie aber bitte daran, dass das
Sprayen, Kreiden und Föhnen innerhalb der Ausstellung
in Österreich verboten ist. Wenn Sie sich darüber
hinwegsetzen kann es passieren, dass Sie aus der
Ausstellung verwiesen werden.
Vorführleine nicht
vergessen!
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| Wenn Sie es
dann noch schaffen, einen Klappstuhl zu tragen, werden
Sie, im Laufe des Tages, recht froh darüber sein.
Es ist natürlich auch
ein Trimmtisch, auf dem man den Hund für den Ring
zurechtmacht, besonders bei, Sheltie, Beardie oder
Bobtail eine recht praktische Einrichtung. Die meisten
Hunde lieben es auch dann auf diesem Tisch zu bleiben
um das Geschehen von einer erhöhten Warte aus zu
verfolgen. Man kann auch bequem darauf jausnen, und
ihn darüber hinaus, beim Weg vom Parkplatz zur
Ausstellung und umgekehrt, als Wagerl verwenden und
alle Utensilien die man so braucht, aufladen. Bild:
Vorbereitung auf dem Tisch Collie Viele Hunde haben
Probleme mit dem rutschigen Boden. Wenn das so ist,
dann achten Sie bitte darauf, dass er nicht noch dazu
in den leider trotz des Verbotes überall
herumliegenden Kreidestaub tritt, das macht die Sache
noch rutschiger und nehmen Sie eine Dose Coca Cola zum
Betupfen der Ballen mit. Das macht die Pfoten ein
wenig klebriger und die Hunde rutschen nicht so. Es
gibt auch Pasten die man kaufen kann.
Bitte beachten Sie
auch Ihre Kleidung. Der so genannte
"Zwiebellook" also Kleidung die aus mehreren
Schichten besteht, hat sich noch immer bestens
bewährt, besonders wenn die Ausstellung im Freien
stattfindet.
Regenschutz nicht
vergessen.
Auf gutes Schuhwerk
achten, eventuell auch noch ein zweites Paar Schuhe
mitnehmen, wenn Sie nicht sicher sind wie der Boden
beschaffen ist, auf dem Sie dann mit dem Hund laufen
müssen.
Klammer oder
Sicherheitsnadel mit der Sie die Startnummer an Ihrer
Kleidung befestigen.
Eventuell Hilfen zum
Vorführen, wie Leckerli, Ball oder Quietscherl.
Eventuell auch etwas Futter mitnehmen. Hier sollten
Sie aber nicht übertreiben. Alles was die anderen
Hunde irritiert ist grundsätzlich zu unterlassen.
Auch gibt es Richter, die es nicht schätzen, wenn
Hunde während des Richtens gefüttert werden. Hier
müssen Sie ein wenig ausloten was geht und was besser
zu unterbleiben hat.
|
| Anfahrt
und Ausstellungstag:
Wenn Ihr Hund
kein begeisterter Autofahrer ist, sollten Sie
nicht unbedingt knapp vor der Ausstellung
anreisen, es wird ihm vielleicht noch schlecht
sein, oder er ist noch beeinträchtigt, von
einem eventuell auf ärztlichen Rat
verabreichten Beruhigungsmittel, beides keine
idealen Voraussetzungen für eine gute Figur
im Ring. Kommen Sie keinesfalls zu spät. Die
Hektik die Sie dann zwangsläufig ergreift,
spürt auch der Hund. Der Zeitplan ist im
Programm angegeben, kalkulieren Sie eventuelle
Verzögerungen bei der Reise, Ihre mangelnde
Ortskenntnis in einer fremden Stadt auch mit
ein. Nicht jede Ausstellung ist gut
ausgeschildert. (Kaum jemals eine Ausstellung
ist überhaupt ausgeschildert). Bei einer
Ausstellung in einer größeren Stadt, macht
sich ein Stadtplan bezahlt.
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| Eintritt in
das Gelände:
Annahmebestätigung
und Impfpass bereithalten. Nach der
Tierarztkontrolle halten Sie Ausschau, oder
Sie fragen gleich beim Eingang, wo Sie Katalog
und Startnummer erhalten. Das wird verschieden
gehandhabt, sicher ist aber, dass Sie sowohl
einen Katalog als auch eine Startnummer
brauchen. Im Katalog schlagen Sie bei Ihrer
Rasse nach, dann sehen Sie auch die
Ringnummer. In Österreich ist das sehr
einfach und übersichtlich angeordnet: Am
Schluss des Buches gibt es ein
Ausstellerverzeichnis, da schlagen Sie bei
Ihrem Namen nach, dann sehen Sie auch Ihre
Startnummer. Da der Katalog nach Nummern
aufgebaut ist, ist dann Rasse und alles
Weitere leicht zu finden. Wenn Sie die
Ringnummer festgestellt haben, können Sie
fragen in welcher Halle der Ring ist den Sie
brauchen. Es gibt aber auch meistens, unweit
vom Eingang entfernt, Hinweistafeln, die
darüber Aufschluss geben, in welche Richtung
man muss. |
 |
| Je
größer die Ausstellung, umso schwieriger ist
es den Platz zu finden an den man gehört, das
heißt man braucht Zeit. Bei den großen
österreichischen Ausstellungen gibt es auf
der HP des ÖKV kurz vor der Ausstellung nicht
nur die Meldestatistik, sondern auch Gelände
und Hallenpläne. Es lohnt sich dort
nachzusehen, um dann bei großen Ausstellungen
schon vorher festzulegen welcher Eingang der
günstigste ist, um nicht das gesamte Gelände
überqueren zu müssen bis man zum eigenen
Ring kommt. Eine gute Sache ist, wenn man
solche Pläne ausdruckt und mitnimmt.
In der Nähe
des Ringes suchen Sie sich ein gutes
Plätzchen, spätestens jetzt macht es sich
bezahlt, ein wenig früher aufgestanden zu
sein.
In den meisten
Fällen, erhalten Sie beim Ring Ihre Startnummer.
Vorausgesetzt mit Ihrer Zahlung stimmt alles. Wenn Sie
diese abholen, können Sie auch gleich fragen in
welcher Reihenfolge gerichtet wird, bzw. wann Ihr Hund
ungefähr drankommen wird. In Österreich wird immer
in Katalogreihenfolge gerichtet. Diese
Katalogreihenfolge kann aber von Ausstellung zu
Ausstellung sehr unterschiedlich sein.
Es sollte nun noch
Zeit genug sein, den Hund an die Umgebung zu
gewöhnen, und ihn auch noch ausgiebig ins Freie zu
führen damit er sich lösen kann.
|
|
| Im Ring:
Die Startnummer
befestigen Sie an Ihrer Kleidung. Wenn die Klasse, in
der Sie Ihren Hund gemeldet haben an der Reihe ist,
stellen Sie sich mit Ihrem Hund in den Ring, in der
Reihenfolge der Startnummern der Mitkonkurrenten.
Konzentrieren Sie sich auf Ihren Hund und auf den
Richter. Achten Sie darauf dass sich Ihr Hund gut
zeigt, wenn der Richter nach ihm schaut. Bei Klassen
mit viel Konkurrenz, gönnen Sie dem Hund Ruhe, wenn
der Richter mit den anderen Hunden beschäftigt ist.
Bild: Ruhepause während des Richtens In diesem Fall
lassen Sie ihn sitzen oder liegen, das ist besser als
er steht schlampig oder zeigt Stellungsfehler, die Sie
ansonsten mit gutem Ringtraining und gekonntem
Handling verbergen. Kein Hund steht gerne lange und
ausdauernd, das ist ganz natürlich. |
 |
| Durch ständiges
korrigieren wird er müde und lustlos, und wird dann,
wenn es darauf ankommt, an Spannung verlieren oder
einfach nicht mehr auf Sie achten. Sie können ihn
kraulen, sich mit ihm beschäftigen, dann wird die
Zeit im Ring keine Belastung für ihn. Beim Sheltie,
oder bei den Corgis wird die Einzelbegutachtung zum
Teil auch auf dem Tisch gemacht, Gebisskontrolle und
Abtasten des Hundes sind so einfach leichter möglich,
auch die Proportionen eines kleinen Hundes sind für
den Richter besser ersichtlich, als wenn er nur auf
ihn draufschauen kann. Das müssen Sie üben. Normal
ist es für den Hund nicht üblich dass er auf einem
Tisch steht, deshalb gehört auch dieser Teil zum
Ringtraining. |
|
|
Bei der Bewegung in
der Gruppe, beachten Sie bitte den Abstand zum
Vordermann, nie zu knapp auflaufen.
Leisten Sie den
Anordnungen des Ringpersonales bitte unbedingt Folge,
nicht überall ist das "double handling"
(Wenn der Hund der im Ring steht, von einer Person die
außerhalb des Ringes steht gelockt und dadurch
motiviert wird) erlaubt. Auch Bürsten und Füttern im
Ring ist nicht jedem Richter angenehm. Wenn das so
ist, müssen Sie das akzeptieren.
Wie Sie Ihren Hund am
besten präsentieren, in welchem Tempo das Gangwerk
gezeigt wird kann in der Theorie nicht erläutert
werden, deshalb möchte ich hier auch gar nicht näher
darauf eingehen.
|
| Wenn die
Einzelbewertung Ihres Hundes vorüber ist und Sie das
Beschreibungsblatt, die Bänder und die Urkunde
erhalten haben, fragen Sie bitte den Sonderleiter ob
Ihr Hund für weitere Bewerbe noch einmal im Ring
erscheinen muss oder ob Sie fertig sind. |
 |
|
|
Ehrenring - Bewerbe am
Nachmittag:
Sollte Ihr Hund einen
Titel erhalten und Anspruch auf einen Pokal haben
(meist kann man im Katalog nachlesen für welche Titel
Pokale vergeben werden), erkundigen Sie sich wann und
wo die Pokalvergabe stattfindet, es wäre schade, wenn
Sie diese versäumen. Fragen Sie auch ob Ihr Hund noch
für einen Bewerb im Ehrenring in Frage kommt, oder
bei einer der Clubschauen, noch an einem Schlussbewerb
teilnehmen sollte. Besonders schade und auch reichlich
unfair ist es, wenn die Besitzer prämiierter Hunde,
z. B. BOB (Best of Breed - Rassebeste/r) das
Ausstellungsgelände heimlich still und leise
verlassen und die Rasse dann im Ehrenring, beim
Gruppenbewerb einfach nicht vertreten ist. Nachdem
unsere Züchter ihre Hunde nun einmal nicht in den
Tierhandlungen verkaufen dürfen und wollen, ist die
einzige Möglichkeit sie einem breiten und
interessierten Publikum zu zeigen, der Ehrenring. Dort
wird jede Rasse kommentiert. Das ist nicht nur eine
Ehre für den eigenen Hund, sondern auch eine
Verpflichtung der Rasse gegenüber.
|
|
Ende der Ausstellung:
Versuchen Sie bitte
nicht, die Ausstellung früher zu verlassen als dies
gestattet ist. Sie laufen Gefahr, dass man dem Hund
die Bewertung aberkennt, wenn man Sie dabei erwischt.
Es wäre schade um die vielen Vorbereitungen und das
Geld, das sie bereits investiert haben. Nützen Sie
die Zeit, die Angebote der Zubehörindustrie zu
erkunden, oder in Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt
zu blättern, mit anderen Hundefreunden zu plaudern,
oder eine angeschlossene Katzen- oder Kleintierschau
zu besichtigen. Wenn die Ausstellungsleitung Sie
früher gehen lässt - was ja bei den meisten
Ausstellungen der Fall ist - und Ihr Hund im Ehrenring
keine Verpflichtungen mehr hat, dann können Sie
natürlich den Heimweg antreten.
Es war sicher ein
ausgefüllter und ereignisreicher Tag für Sie und
Ihren Hund. Wenn Ausstellungen auch nicht immer so
verlaufen wie wir es uns wünschen, denken Sie bitte
daran es ist Sport und im Sport ist Fairness ein
wichtiges Kriterium.
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Wie Sie den
Ausstellungstag für Ihren Hund gestalten, so wird er
ihn erleben. Wenn er für ihn zur Belastung oder gar
zur Qual wird, dann sind Sie selbst daran schuld, weil
Sie entweder: Ihren Hund nicht genügend darauf
vorbereitet haben, zu spät gekommen sind, oder sich
nicht genügend um den Hund gekümmert haben. Hunde,
die stundenlang, womöglich noch ohne Wasser irgendwo
angehängt und alleine gelassen werden, fühlen sich
bestimmt nicht glücklich. Das liegt aber dann sicher
nicht an der Ausstellung. Meine Hunde sehen
Ausstellungen ähnlich wie Kinder einen Rummelplatz.
Viele neue, interessante Gerüche, andere Hunde, immer
wieder Leckerbissen, Streicheleinheiten ohne Ende und
den ganzen Tag ein Herrl und/oder Frauerl, das für
sie da ist.
Viel Spaß und
natürlich auch den erhofften Erfolg wünscht der
ÖCBH |
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